Alternativen zu Ricardo und tutti.ch: Warum Batner ein anderer Online-Flohmarkt ist
Bei den meisten Kleinanzeigen zeigt sich die Wahrheit erst vor Ort. Batner setzt auf kurze Videos und einen Anruf beim Verkäufer, bevor du losfährst.
In diesem Artikel
Auf dem Foto sieht der Kinderwagen fast neu aus. Du fährst quer durch die Stadt und merkst vor Ort: Ein Rad schleift, der Stoff ist gerissen. Das ist die Schwäche des normalen Inserats. Die Wahrheit erfährst du oft erst, wenn du schon unterwegs bist.
Ricardo, tutti.ch und Anibis funktionieren und haben viele Angebote. Batner setzt woanders an: Du sollst die Sache und die Person auf der anderen Seite kennenlernen, bevor du losfährst.
Was Batner wirklich anders macht
Kurze Videos statt endloser Listen
Video im Inserat gibt es auch anderswo, zum Beispiel bei Facebook Marketplace. Batner macht daraus aber eine Art, Angebote zu entdecken: Du swipest durch kurze Videos, ähnlich wie auf Social Media. Der Verkäufer zeigt die Sache in Bewegung: Die Schublade schliesst, das Handy startet, das Velorad dreht sich. So siehst du den Zustand, der auf einem Foto leicht untergeht, und als Verkäufer kannst du Fragen vorwegnehmen.
Anruf oder Videoanruf direkt in der App
Du rufst den Verkäufer direkt in Batner an, per Audio oder Video. Telefonnummern müsst ihr dafür nicht austauschen. Im Videoanruf kann er dir die Sache live zeigen, und zwar aus dem Winkel, den du sehen willst.
Ein Chat, der die Abmachung regelt
Im Chat schickst du Fotos von Details und machst ein Preisangebot. Seid ihr euch einig, teilst du deinen Standort für die Übergabe. So bleibt alles an einem Ort, und du musst nichts aus SMS, Anrufen und E-Mails zusammensuchen.
Unbegrenzt gratis inserieren und nach Entfernung suchen
Du kannst so viele Inserate haben, wie du willst, und zahlst nichts dafür. Wer mehr Sichtbarkeit will, kann ein Inserat mit Credits nach oben bringen. Bei der Suche nach Entfernung siehst du, was in deiner Nähe liegt. Verkäufer, die dir gefallen, kannst du abonnieren. Was du nicht verkaufen willst, kannst du verschenken oder tauschen.
Der Vergleich nach dem, was zählt
| Batner | Ricardo | tutti.ch | Anibis | Facebook Marketplace | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kurze Videos durchstöbern | Ja, per Swipe | nicht genannt | nicht genannt | nicht genannt | nicht genannt |
| Video im Inserat | Ja | nicht genannt | nicht genannt | nicht genannt | ja, Aufnahme in der App |
| Anruf in der App | Audio und Video | nicht genannt | nicht genannt | nicht genannt | bei Marketplace nicht genannt |
| Nachrichten | Ja, mit Fotos und Standort | teilweise, Fragen an den Verkäufer | ja, Chat in der App | ja, anibis Chat | ja |
| Inserat einstellen | Gratis, ohne Limit | gratis (Ausnahme: Fahrzeuge ab CHF 3000) | Basisinserate gratis, Obergrenzen möglich | gratis laut App | in der App prüfen |
| Stärke | Sache vor der Fahrt prüfen | Auktionen und Käuferschutz+ | über 2 Mio. Inserate (eigene Angabe) | über 1 Mio. Inserate (eigene Angabe), Umkreissuche | Verkauf in der Nähe |
«Nicht genannt» heisst: Wir haben die Funktion am 1. November 2026 nicht in der offiziellen Beschreibung des Dienstes gefunden. Es heisst nicht, dass es sie nicht gibt oder nicht bald geben wird. Bedingungen ändern sich, prüfe sie deshalb vor einem grösseren Geschäft.
So prüfst du eine Sache per Videoanruf vor der Fahrt
Hier liegt der grösste praktische Unterschied. Fünf Minuten genügen, und du sparst dir vielleicht eine unnötige Fahrt:
- Bitte um eine Gesamtansicht bei Tageslicht. Ein Foto mit Blitz versteckt Flecken und Kratzer.
- Lass dir die Mängel zeigen. Frag direkt: «Wo ist es am stärksten abgenutzt?»
- Lass die Sache einschalten oder benutzen. Bei Elektronik Bildschirm und Laden, beim Kinderwagen Bremsen und Zusammenklappen, bei Möbeln Schubladen und Scharniere.
- Prüfe Etikett und Seriennummer. Das hilft, Modell und Alter zu bestimmen.
- Klärt Preis und Bedingungen gleich. Hast du die Sache vorher gesehen, stützt sich dein Angebot auf das, was du gesehen hast.
Wer nichts zeigen will oder dem Anruf ausweicht, gibt dir ein wichtiges Signal, noch bevor du losfährst.
Wann eine andere Plattform besser passt
Ehrlich gesagt: Batner ist in der Schweiz noch im Aufbau und deutlich kleiner als Ricardo, tutti.ch oder Anibis. Das Angebot hängt stark von Ort und Kategorie ab. Für Auktionen und Sammlerstücke ist Ricardo gebaut: Viele Auktionen starten laut der App ab CHF 1, und mit Käuferschutz+ bleibt dein Geld gesichert, bis du dein OK gibst. Suchst du ein seltenes Ersatzteil, ist die Chance bei den grossen Inseratemärkten tutti.ch und Anibis höher. Verschenken kannst du übrigens auch dort.
Und Vinted? Laut dem Branchenportal etailment war Vinted Anfang Oktober 2026 nicht in der Schweiz aktiv. Wer hier Kleider verkaufen will, braucht also ohnehin eine andere Plattform.
Du musst dich aber nicht festlegen. Ein Inserat kann an mehreren Orten laufen, und ein gutes Video zeigt den Zustand auch Interessenten, die von anderswo kommen.
Für wen sich Batner am meisten lohnt
- Du verkaufst etwas, bei dem Funktion oder Qualität sichtbar sind: Elektronik, Möbel, Sachen für Kinder, Velos.
- Du kaufst weiter weg von zu Hause: Ein Videoanruf kann dir die Fahrt zu einer Sache ersparen, die nicht in Ordnung ist.
- Du willst deine Nummer nicht an Fremde geben: Ihr regelt alles direkt in der App.
Willst du mehr aus deinem Inserat holen? Lies, wie du Sachen auf dem Flohmarkt online verkaufst. Wenn der Verkäufer es anbietet, kannst du auf Batner auch per Karte über Sofort kaufen bezahlen.
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