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Secondhand verkaufen in der Schweiz: Was bei Inseraten nicht funktioniert und wie es besser geht

Batner · 1. 11. 2026 · 4 Min. Lesezeit

Ein Inserat bleibt meist nicht wegen der Sache liegen, sondern weil Käufer den Zustand nicht erkennen oder kein Vertrauen fassen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie das ändern.

In diesem Artikel
  1. Warum sich ein Inserat nicht verkauft
  2. Ein Foto zeigt nicht alles. Drehen Sie ein kurzes Video
  3. Fotos, die verkaufen
  4. Beschreibung: Schreiben Sie, wonach Käufer fragen würden
  5. Preis: Lassen Sie Spielraum für die Verhandlung
  6. Kommunikation: Geben Sie nicht mehr preis als nötig
  7. Vertrauen: Bewertungen zählen mehr als Versprechen
  8. Übergabe und Zahlung
  9. Kurze Checkliste vor dem Veröffentlichen

Foto machen, zwei Sätze schreiben, Preis eintragen und warten. So entstehen die meisten Inserate, und ein Teil davon bleibt monatelang online. Dabei ist die Sache meist nicht unverkäuflich. Die Käufer verstehen das Inserat nur nicht oder trauen ihm nicht. Hier steht, was den Verkauf am häufigsten bremst und wie es besser geht, egal wo Sie verkaufen.

Warum sich ein Inserat nicht verkauft

Käufer entscheiden schnell und können die Sache nicht in die Hand nehmen. Sie müssen sofort drei Dinge wissen: was es ist, in welchem Zustand es ist und ob man sich mit Ihnen einigen kann. Fehlt eine Antwort, gehen sie zum nächsten Inserat. Scheinbare Kleinigkeiten entscheiden deshalb oft mehr als der Preis.

Ein Foto zeigt nicht alles. Drehen Sie ein kurzes Video

Das klassische Inserat lebt von Fotos. Ein Foto zeigt aber nicht, ob die Schublade sauber läuft, ob das Handy startet oder wie der Stoff in Bewegung aussieht. Der Käufer fragt nach, Sie schicken weitere Fotos, und mancher gibt in der Zwischenzeit auf.

Es reichen 15 bis 30 Sekunden vom Handy:

  • Zeigen Sie die Sache ganz und danach allfällige Schäden im Detail.
  • Führen Sie vor, dass sie funktioniert: einschalten, öffnen, aufklappen.
  • Filmen Sie bei Tageslicht und im Hochformat.
  • Bearbeiten Sie nichts und verstecken Sie keine Mängel. Der Käufer sieht sie spätestens bei der Übergabe.

Video im Inserat gibt es auch anderswo, etwa auf Facebook Marketplace. Auf Batner kommt dazu, dass Käufer kurze Videos per Swipe durchgehen können. Ihr Video läuft also direkt beim Inserat, und Sie müssen es nicht jedem einzeln schicken. Ein Video lohnt sich vor allem bei Elektronik, Möbeln und Kindersachen.

Fotos, die verkaufen

Auch mit Video entscheidet das erste Foto darüber, ob jemand das Inserat öffnet.

  1. Reinigen Sie die Sache. Fünf Minuten mit dem Lappen sind der billigste Weg zu einem besseren Preis.
  2. Nutzen Sie Tageslicht und einen ruhigen Hintergrund. Ein Foto am Fenster ist besser als eines mit Blitz.
  3. Beginnen Sie mit der Gesamtansicht. Details gehören auf die weiteren Bilder.
  4. Fotografieren Sie auch Mängel und Etikette. So gibt es weniger Fragen zum Zustand.

Beschreibung: Schreiben Sie, wonach Käufer fragen würden

«Zu verkaufen, wenig gebraucht, bitte anrufen» reicht meist nicht. Eine gute Beschreibung beantwortet die üblichen Fragen im Voraus:

  • Marke, Modell, Grösse oder Masse,
  • Alter und Verkaufsgrund,
  • tatsächlicher Zustand inklusive Mängel,
  • was alles dabei ist,
  • wo die Sache steht und ob Sie sie verschicken können.

Schreiben Sie in den Titel die Wörter, nach denen man suchen würde, zum Beispiel «Kindervelo Puky 16 Zoll» statt «super Velo».

Preis: Lassen Sie Spielraum für die Verhandlung

Schauen Sie nach, zu welchem Preis dieselbe Sache in Ihrer Nähe angeboten wird, zum Beispiel auf tutti.ch. Setzen Sie Ihren Preis dann leicht über dem Betrag an, den Sie erhalten möchten. Bei Occasionen wird fast immer verhandelt. Es hilft, ohne langes Hin und Her zu sehen, wie viel jemand wirklich zahlen will.

Auf Batner kann der Käufer deshalb direkt im Chat einen eigenen Preis anbieten. Einigen Sie sich beim Geld nicht, kommt auch ein Tausch gegen etwas anderes infrage. Und was sich nicht zu verkaufen lohnt, können Sie jemandem in der Nähe schenken.

Kommunikation: Geben Sie nicht mehr preis als nötig

Die Handynummer im Inserat ist der einfachste Weg zum Kontakt. Sie hat aber Nachteile: Sie nehmen Anrufe von Unbekannten entgegen, und ausserhalb der Plattform erreichen Sie Betrugsnachrichten leichter. Bekannte Namen werden dabei gezielt missbraucht. Im März 2026 warnten die Kantonspolizeien Zürich und Bern vor gefälschten Mails im Ricardo-Stil, die eine Zahlung ankündigen und die per WhatsApp nachgefasst werden. Im April 2026 meldete die Kantonspolizei Zürich eine ähnliche Masche mit Rechnungen im tutti.ch-Design. In beiden Fällen ging es um die TWINT-Zugangsdaten.

Auf Batner schreiben sich Käufer und Verkäufer direkt in der App und können dort auch telefonieren oder einen Videoanruf starten. Per Videoanruf prüft der Käufer den Zustand, bevor er sich auf den Weg macht. Die Abmachung bleibt an einem Ort, und Ihre Nummer müssen Sie dafür nicht herausgeben. Wer per TWINT bezahlt werden möchte, gibt sie am besten erst nach der Einigung weiter.

Vertrauen: Bewertungen zählen mehr als Versprechen

Der Satz «Ich bin ein seriöser Verkäufer» hilft wenig. Mehr bringen ein vollständiges Profil und echte Bewertungen. Auch auf Batner gibt es Rezensionen und Bewertungen von Verkäufern. Es lohnt sich deshalb, auch kleine Verkäufe schnell und ehrlich abzuwickeln, denn künftige Käufer achten darauf.

Übergabe und Zahlung

Wählen Sie für die persönliche Übergabe einen öffentlichen Ort und lassen Sie den Käufer die Sache ausprobieren. Bei TWINT geben Sie die Ware erst weg, wenn Sie den Eingang in Ihrer eigenen App sehen. Ein Screenshot beweist nichts. Öffnen Sie keine Links oder QR-Codes, die Ihnen ein Käufer schickt. Um Geld zu erhalten, müssen Sie nie Kreditkartendaten, E-Banking-Logins oder TWINT-Codes eingeben, wie die Schweizerische Kriminalprävention und die Marktplätze im Juni 2025 festhielten. Verdächtige Mails können Sie an cybercrimepolice.ch weiterleiten.

Mehr zur Wahl der richtigen Verkaufsplattform lesen Sie im Artikel Alternativen zu Vinted.

Kurze Checkliste vor dem Veröffentlichen

  • Die Sache ist sauber und bei Tageslicht fotografiert.
  • Sie haben ein kurzes Video, wenn es auf Funktion oder Zustand ankommt.
  • Der Titel enthält Marke und Art der Sache.
  • Die Beschreibung nennt Masse, Zustand und Mängel.
  • Der Preis lässt Spielraum für die Verhandlung.
  • Sie wissen, wie Sie die Sache übergeben.

Verkauft sich die Sache innert zwei Wochen nicht, senken Sie nicht gleich den Preis. Wechseln Sie zuerst das erste Foto aus und ergänzen Sie ein Video.

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Quellen

  1. aRecenze: ověření na Bazoši

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